| Dieses Jahr wird den Schornsteinfegern noch als Übertrittsjahr eingeräumt, ab dem 01.01.2013 fällt das Schornsteinmonopol komplett weg. Dann dürfen Hauseigentümer und Eigenheimbewohner ihren Schornsteinfeger des Vertrauens selbst wählen. Bisher wurde jedem Bezirk in Deutschland ein Schornsteinfeger zugeteilt, der die Kamine (Brennholz und Kaminholz) zweimal im Jahr wartet. Ende 2008 ist das sogenannte Schornsteinfeger-Gesetz, kurz SchfHwG, in Kraft getreten. Bezirke, die seit dem Jahr 2010 frei geworden sind, wurden zwar ausgeschrieben, allerdings erst einmal unter den Bezirksschornsteinfegern. Ab dem kommenden Jahr werden diese Stellen dann ohne Einschränkungen ausgeschrieben, sogar Schornsteinfeger aus dem Ausland dürfen dann deutsche Kamine kehren (Aufgaben Schornsteinfeger).
Wie bereiten sich Schornsteinfeger vor?
Schon jetzt haben sich über 100 freie Schornsteinfeger in einer EU-Firma zusammen geschlossen, die ihren Sitz in Österreich hat. Ab Ende des Jahres dürfen Schornsteinfeger in den Konkurrenzkampf treten – die Vereinigung hofft auf viele Aufträge. Für die Bezirksschornsteinfeger wird es nach der Übergangsfrist schwieriger: Sie müssen ihre Preise anpassen und ein größeres Arbeitsgebiet in Kauf nehmen. Doch auch Eigentümer sollten sich auf den Ablauf des Schornsteinmonopols einstellen. Wer einen freien Brandschützer beauftragen möchte, muss sich bis zum Ende des Jahres noch eine sogenannte Feuerstättenbescheinigung einholen. Die muss allerdings noch der bekannte Bezirksschornsteinfeger gegen Gebühr ausstellen. Je nach Eigentum und Bundesland variiert der Preis. Die Bescheinigung für ein Einfamilienhaus kostet ungefähr 10 Euro. Über die Angaben auf dieser Bescheinigung kann der neu beauftrage Schornsteinfeger ein Angebot erstellen. Verbraucherschützer gehen von einer Ersparnis zwischen zehn und 30 Prozent aus.
Suchen Sie schon jetzt nach einem Schornsteinfeger in Ihrer Nähe. Dazu einfach oben Ihre Postleitzahl eingeben.
| Ab 2013 wird die Ausbildung zum Schornsteinfeger neu geregelt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn hat vergangenes Jahr neue Ausbildungsinhalte (Ausbildung Schornsteinfeger) ausgearbeitet, die sich an veränderte Rahmenbedingungen des Berufsbildes anpassen.
Mit dieser Veränderung ist die ab kommendem Jahr (2012/2013) in Kraft tretende Aufhebung der Monopolstellung der Schornsteinfeger gemeint. Die Schornsteinfeger bekommen ihre Aufträge dann nicht mehr an Postleitzahlen gebunden, sondern müssen zukünftig ihre Kunden selber werben.
Die Sachverständigen, die das neue Ausbildungskonzept ausgearbeitet haben, möchten die handwerklichen Abgrenzungen neu definieren und neue Tätigkeitsfelder erschließen. Zu den neuen Inhalten zählt unter anderem die Beratung von Kunden, ebenso wie die Ausarbeitung eines individuellen Energiekonzepts.
Der neue Ausbildungsplan beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit baurechtlichen Maßnahmen zum Thema Feuerschutz. Nach welchen Richtlinien müssen Lüftungsanalagen gebaut werden? Oder wie sieht Brandschutzprävention in öffentlichen Gebäuden aus? Geplant ist diese neue Ausbildung ab 2013 (Qualifikation - Schornsteinfeger und Kaminkehrer).
Allerdings gibt es derzeit noch einige Contra-Stimmen in den Ministerien, die der Umsetzung des neuen Konzepts wenig Spielraum lassen. Denn wenn die Ausbildungsinhalte einmal im Verordnungstext stehen, müssen die Ausbildungsbetriebe diese auch einhalten. Viele kleinere Ausbildungsfirmen können den neuen Anforderungen aber so schnell nicht nachkommen, weshalb einige Ausbildungsstätten wegfallen würden.
Andererseits ist die Überholung der Ausbildungsinhalte unabdingbar, da sind sich alle einig. Noch diesen Monat treffen sich die Sachverständigen in Bonn, um zu einem Abschluss zu kommen. Im Frühling nächstes Jahres sollen die Neuerungen dann in den Verordnungstext eingefügt werden- im Jahr 2013 sollen die neuen Ausbildungsinhalte zum Schornsteinfeger erstmalig umgesetzt werden.
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Ein Bezirksschornsteinfegermeister sowie ein Energieberater verraten in einem Interview der Schwäbischen Post: Wer gerade sein eigenes Zuhause baut, sollte von Anfang an einen Ofen mit Wassertasche einplanen.
Bei diesem System werden sowohl die Heizkörper als auch das Nutzwasser von dem Zentralsystem beheizt. Dazu bedarf es ein Rohrsystem, das im Altbau nachträglich nur umständlich eingebaut werden kann.
Doch die Experten warnen davor: Energiehäuser sind heutzutage so gut gedämmt, dass der Schwedenofen nicht zu groß sein sollte. Sonst muss man während der Heizperiode die Fenster öffnen, weil es zu heiß wird.
Zu solch einem Ofen gehört ein passender Schornstein. In einem Altbau ist es möglich, Schornsteine im Nachhinein anzubauen. Oder aber an einen bereits vorhanden Schornstein einen weiteren Ofen anzubauen.
Schließt man zwei Öfen an einen Schornstein an, muss man darauf achten, dass die Schornsteine groß genug für den Schadstoffabzug sind. Außerdem darf man in diesem Fall keine offenen Kamine beheizen, sondern nur Kamine mit einer Tür.